Wann kam der Brand in unser Haus?
Warn wir dagegen nicht versichert?
Was löste dieses Feuer aus,
Das uns verzehrt und irre kichert?
Wir hatten alles durchgeplant,
Uns treu gezähmt mit gutem Essen;
Die Sehnsucht, die sich angebahnt,
Die konnten wir im Bett vergessen.
Aus Wagnis wurden Rituale,
Aus unsrem Anfang Anekdoten.
Vom Apfel blieb nur noch die Schale,
Die Sünde hatten wir verboten.
Wir waren göttlich vorbildhaft
Und predigten die Königswege
Und habens nicht ins Ziel geschafft.
Die Kronen machten uns zu träge.
Jetzt steht das Haus in wildem Brand,
Gebaut aus Träumen und Kredit.
Es löst sich wortlos Hand aus Hand
Und in zwei Herzen fällt ein Lied.
Ein Königreich voll fetter Erde
Für etwas, das wir längst verloren
Und für zwei schwarz verhängte Pferde
Und zwei Paar hoffnungsgrüne Sporen.
Dienstag, 21. März 2000
Freitag, 3. März 2000
Move over
Sein Auto fährt fast von alleine.
Im Fadenkreuz des Tunnelblicks
Erscheint ein Mädchen, seine Eine,
Die ihn verließ für neue Kicks.
Er dreht das Radio auf bei hundert,
Bei Heavy Metal gibt er Gas
Und denkt an das, was er bewundert,
Und das, was er zum Abschied las.
Mit E-Gitarren-Kriegsgeschrei
Im freie Fall die Straße lang.
Die Zeit der Umkehr ist vorbei,
Kein Bremsen, keinen Rückwärtsgang!
Bloß durch den Tunnel in die Weiten!
Wohin es geht, er weiß es nicht.
Er lässt sich von dem Auto leiten
Und von der eingeschränkten Sicht.
Die Welt da draußen ist ein Traum,
Der Horizont hat einen Riss,
Ein Baum im Ziel ist nur ein Baum,
Nichts weiter und kein Hindernis.
Im Fadenkreuz des Tunnelblicks
Erscheint ein Mädchen, seine Eine,
Die ihn verließ für neue Kicks.
Er dreht das Radio auf bei hundert,
Bei Heavy Metal gibt er Gas
Und denkt an das, was er bewundert,
Und das, was er zum Abschied las.
Mit E-Gitarren-Kriegsgeschrei
Im freie Fall die Straße lang.
Die Zeit der Umkehr ist vorbei,
Kein Bremsen, keinen Rückwärtsgang!
Bloß durch den Tunnel in die Weiten!
Wohin es geht, er weiß es nicht.
Er lässt sich von dem Auto leiten
Und von der eingeschränkten Sicht.
Die Welt da draußen ist ein Traum,
Der Horizont hat einen Riss,
Ein Baum im Ziel ist nur ein Baum,
Nichts weiter und kein Hindernis.
Montag, 21. Februar 2000
Nachts in aller Stille
Wohl hinter jeder freien Lichtung
Bleibt über Tag der Wald zurück,
Nur nachts wächst er in alle Richtung
Und alle Seelen Stück für Stück.
Schon naht die ernste Dämmerstunde,
Sie schlägt um Einlass an ein Herz
Und lässt so manche alte Wunde
Zur Ader mit vertrauter Terz.
Ein Celloton streicht durch den Wald,
Worin der Wind sein Licht verweht.
Der Mond gibt sich im Dunkeln Halt,
Weil er in seiner Mitte steht.
Die Bäume stützen sich auf Schatten
Und müden Wurzeln, weltalltief.
Die Vögel, die sie mittags hatten,
Sind fort, weil man sie heimwärts rief.
Kehr´n sie zurück ins schwarze Holz -
Wie aufgebäumter letzter Wille
Zersägt mit morgengrünem Stolz
Der Wald das Licht in aller Stille.
Bleibt über Tag der Wald zurück,
Nur nachts wächst er in alle Richtung
Und alle Seelen Stück für Stück.
Schon naht die ernste Dämmerstunde,
Sie schlägt um Einlass an ein Herz
Und lässt so manche alte Wunde
Zur Ader mit vertrauter Terz.
Ein Celloton streicht durch den Wald,
Worin der Wind sein Licht verweht.
Der Mond gibt sich im Dunkeln Halt,
Weil er in seiner Mitte steht.
Die Bäume stützen sich auf Schatten
Und müden Wurzeln, weltalltief.
Die Vögel, die sie mittags hatten,
Sind fort, weil man sie heimwärts rief.
Kehr´n sie zurück ins schwarze Holz -
Wie aufgebäumter letzter Wille
Zersägt mit morgengrünem Stolz
Der Wald das Licht in aller Stille.
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